Stefan O. J. Klein
Rechtsanwalt und Steuerberater Köln

BFH Urteil vom 06.11.2025 – V R 36/23 Die Ausgliederung wirtschaftlicher Tätigkeiten aus einem Verein auf eine GmbH ist im deutschen Vereinsrecht weit verbreitet. Insbesondere im Sportbereich strukturieren viele Vereine ihren Spielbetrieb in eine Kapitalgesellschaft um. Typische Gründe sind: Doch diese Umstrukturierungen können umsatzsteuerliche Folgen haben. Mit Urteil vom 06.11.2025 (V R 36/23) hat der […]

06 März 2026 | Einspruch , von

Wann gilt ein Steuerbescheid als zugestellt? Viele Steuerpflichtige gehen davon aus, dass ein Steuerbescheid erst dann als zugestellt gilt, wenn er tatsächlich im Briefkasten liegt. Im Steuerrecht gilt jedoch eine besondere Regel: Nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 der Abgabenordnung (AO) wird ein schriftlicher Verwaltungsakt grundsätzlich bereits vier Tage nach Aufgabe zur Post als […]

Hinweise für Vorstände und Kassenwarte gemeinnütziger Vereine Mit Urteil vom 13.11.2025 – V R 4/23 hat der Bundesfinanzhof wichtige Grundsätze zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Mitgliedsbeiträgen bei Sportvereinen formuliert. Die Entscheidung betrifft nicht nur Sportvereine, sondern grundsätzlich alle gemeinnützigen Vereine, die Mitgliedsbeiträge erheben und ihren Mitgliedern konkrete Leistungen anbieten. Für Vorstände und Kassenwarte stellt sich nun […]

16 September 2025 | Lohnsteuer , von

Worum geht’s – und warum ist das für Unternehmen in NRW (und darüber hinaus) wichtig? Immer mehr Arbeitgeber bieten ihren Teams den Zugang zu Firmenfitness-Programmen wie Urban Sports Club, Hansefit, EGYM Wellpass oder Gympass an. Das Modell ist attraktiv: eine Zugangsberechtigung zu vielen Sport- und Gesundheitsangeboten über einen zentralen Anbieter. Steuerlich stellt sich dabei seit […]

Kurzfazit: Veräußert eine Kapitalgesellschaft binnen kurzer Zeit mehrere Mietobjekte – auch en bloc an einen einzigen Erwerber –, indiziert das Überschreiten der Drei-Objekt-Grenze einen gewerblichen Grundstückshandel. Die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG ist dann grundsätzlich versagt. Auf das einkommensteuerliche Merkmal der „Nachhaltigkeit“ (§ 15 Abs. 2 EStG) kommt es bei […]

10 September 2025 | Schenkungsteuer , von

Am 9. April 2025 hat der BFH (II R 48/21) eine für die Vertrags- und Nachfolgegestaltung hochrelevante Linie bestätigt und präzisiert: Wird vor der Ehe vertraglich vereinbart, dass ein Ehegatte für den Verzicht auf Zugewinnausgleich, nachehelichen Unterhalt und Hausratsaufteilung eine Pauschalabfindung erhält – und wird diese Abfindung (hier: durch Grundstücksübertragung) später tatsächlich geleistet –, dann […]

07 Januar 2025 | Vereine , von

Ein Leitfaden zur Gründung, Rechtsform und steuerlichen Behandlung. Einleitung (Warum Cannabis-Anbauvereine aktuell im Fokus stehen) Die politische und gesellschaftliche Debatte rund um Cannabis hat in den letzten Jahren in Deutschland erheblich an Fahrt aufgenommen. Nach jahrelangen Diskussionen hat der Gesetzgeber in einem ersten Schritt die Voraussetzungen für den legalen Besitz und die private Nutzung von […]

Das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 28. November 2023, Aktenzeichen X R 3/22, befasst sich mit der Schätzungsbefugnis der Finanzverwaltung bei Verwendung manipulierbarer Kassensysteme und der zeitlichen Erfassung von Gutscheinen in einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Die Entscheidung bietet wesentliche Einblicke in die rechtlichen Anforderungen an die Kassenbuchführung und die Bedingungen, unter denen das Finanzamt zu einer Schätzung […]

28 Mai 2024 | Umsatzsteuer , von

Das BMF-Schreiben vom 17. Mai 2024 behandelt die Zuordnung von Leistungen zum Unternehmensvermögen gemäß § 15 Absatz 1 UStG. Es basiert auf den Urteilen des EuGH und des BFH und gibt detaillierte Anweisungen zur Zuordnung, Dokumentation und den daraus resultierenden Änderungen im Umsatzsteuer-Anwendungserlass. Nachfolgend werden die wichtigsten Inhalte und Änderungen zusammengefasst: Rechtsprechung zur Zuordnung Der […]

30 April 2024 | Umsatzsteuer , von

Das Bundesfinanzministerium (BMF) wendet die gesetzliche Regelung, nach der eine überhöht oder zu Unrecht ausgewiesene Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss, nicht an, wenn es um eine Rechnung an einen Endverbraucher geht. Denn ein Endverbraucher ist nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, sodass das Steueraufkommen durch die fehlerhafte Rechnung nicht gefährdet wird. Hintergrund: Weist ein Unternehmer […]

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